Dorftratsch Bad Klosterlausnitz

1. Februar 2010

Materynka 1.Teil – Anreise

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — admin @ 20:32

Für alle, die uns unterstützt und an uns während der Tage gedacht haben, wollen wir nun endlich über die Reise in das Waisenheim in Bila Tserkva berichten.

einpacken


In der Nacht vor unserer Abfahrt haben wir bis nach Mitternacht die Geschenke verpackt und die vielen Sachen sortiert, die uns Gersdorfs noch mitgegeben hatten. In Neuendorf war noch in kurzer Zeit ein ganzes Auto voll Spenden zusammengekommen.  Ein Sack mehr und wir hätten einen LKW organisieren müssen…  ernsthaft wäre das allerdings ein Problem geworden, schon allein deshalb, weil ein Transport dieser Größenordnung  als humanitärer Hilfsgütertransport mehrere Wochen bis Monate vorher beim ukrainischen Innenministerium hätte angemeldet werden müssen. Von den erforderlichen Zollpapieren ganz zu schweigen. Auch wenn wir später feststellen mussten, dass die ukrainischen Behörden bei der Einreise ganz besondere Papiere bevorzugen…

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Wir brachen planmäßig am 03.01.2010 auf. Der befürchtete Schneefall blieb vorerst aus.

Die polnischen Autobahnen sind inzwischen gut ausgebaut und waren auch für unsere Maßstäbe problemlos befahrbar.

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polen

Die erste Nacht konnten wir dank Peggys freundlicher Unterstützung per couch-surfing bei einem netten polnischen Ehepaar kurz vor der ukrainischen Grenze verbringen. Es war auch für Maceij und seine Frau überraschend zu sehen, wie viele Menschen an einen einzigen  Tisch passen. Sein Vater wird ihm das niemals glauben – nicht einmal mit Beweisfoto.

Der nächste Tag verlief aufgrund der schlechten Wetter- und Straßenverhältnisse in der Ukraine nicht ganz so glatt.

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Aber zunächst hieß es warten an der Grenze.

Zollbeamte und Polizeibeamte hatten ein besonderes Auge auf Basti und Ric(c)i geworfen. Sie durften schon an der Passabfertigung Schmiergeld bezahlen.

hinfahrt

Nachdem wir schon dachten, es war alles ganz einfach, wurden wir an der Grenzausgangskontrolle wieder zurück geschickt. Wir hatten keinen Zollstempel, waren aber trotzdem zum Ausgang geschickt worden. Das Grinsen des Grenzers ließ uns ahnen, dass das eigentliche Grenzspektakel jetzt erst los ging. Also wieder zurück an den Grenzposten.

polnisch- ukrainische Grenze

Die Zöllner fanden schnell wonach sie suchten – Probleme. Zunächst in Gestalt des Trampolins, das in Kartons verpackt in Bastis Auto lag. “Aufmachen “  bedeuteten sie uns. Nein, nein, sie wollten keine Rechnung sehen.

Wir verstanden kein Wort. Sie konnten kein Englisch. Nur an den Mienen war zu lesen, dass es weitere “unlösbare” Schwierigkeiten geben würde. Als wir dann Ralphs Kofferraum öffnen mussten, der vollständig mit verpackten Geschenken beladen war, wurden die ukrainischen Anweisungen  eindeutiger. “Alles auspacken!”  war das Einzige was wir verstanden.

Wir wußten schon, worauf das Ganze hinauslief. Auspacken oder zahlen. 50 € pro Auto – das war dann der Preis. Die Übergabe der “Zollpapiere” fand unter vier Augen statt, die Quittung wurde uns wohl versehentlich nicht ausgehändigt…

Während wir in Polen insgesamt positiv von der Entwicklung des Landes überrascht waren, war die Grenze der EU deutlich zu spüren. Für die Jüngeren unter uns war schon diese postsozialistische Grenzkontrolle, gepaart mit Korruption, eine völlig neue Erfahrung.

Auf der ukrainischen Seite hatte es dann auch ein Ende mit geräumten Straßen, die Fahrrinne ergab sich von selbst durch Benutzung.

Leider hatte unser Navigationssystem nur eine sehr vage und nicht unbedingt richtige Vorstellung vom Straßennetz in der Ukraine, so dass wir uns mit der Karte weiterorientieren mussten.kartelesen Die Suche nach einer nach 16.00 Uhr geöffneten Bank führte uns in das Stadtzentrum von Lviv (Lemberg), das sicher durchaus sehenswert gewesen wäre.lviv

Während der rush-hour Stoßstange an Stoßstange zwischen Moskwitsch und Lada auf den von Schneematsch und Eis bedeckten Straßen von Lviv über aufgeworfene Straßenbahnschienen und fehlende Gullideckel durch das Stadtzentrum zu schlingern, das war schon eine Erfahrung.

So war es dann auch schon wieder Abend, bevor wir unsere eigentliche Tagesstrecke antraten.

Wir fuhren entgegen unserer Absicht nachts durch die Ukraine auf endlosen Straßen die teilweise bobbahnartig nur zwei vereiste Fahrrinnen aufwiesen strassen2

und pausierten auf verlassenen Tankstellen. rast

Um 4.00 Uhr morgens nach über 1500 km Fahrt  fuhren wir dann endlich in die Stadt Bila Tserkva ein. Wir steuerten die Autos durch die nächtlich verwaisten und vereisten Straßen, die, wie schon in Lviv erlebt, keinen Winterdienst kennen.

Wir fuhren in ein kleines Dorf bei Bila Zerkva zu der Familie von Johanns Freunden Lena und Viktor und kamen völlig übermüdet um 4.30 Uhr an. Trotzdem sind wir von der ganzen Familie herzlich willkommen geheißen wurden. Auch die Eltern waren zu nachtschlafender Stunde mit aufgestanden. Wir bekamen eine Ahnung von echter Gastfreundschaft.

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Am nächsten Tag erhielten wir dort auch unser letztes genießbares Frühstück (traditionelle Plini und Pelmeni), was wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wussten.

fruhstuck

Am frühen Nachmittag hatte uns Lena, unsere liebenswerte Dolmetscherin, dann im Kinderheim angekündigt. Die Direktorin hatte sich auch schon gefragt, wo wir denn blieben. Alle waren  gespannt auf die Kinder, das Heim und die nächsten Tage .

Weiter geht’s in Teil 2

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Materynka 2.Teil – das Heim und die Stadt

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — admin @ 19:46
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Um 15.00 fuhren wir ins Waisenheim.

eingang

Es handelte sich um das Heim „Materynka“, einen ehemaligen Kindergarten, der vor 10 Jahren in ein kirchlich-orthodoxes Waisenheim umgewandelt worden war. Wir erfuhren von der Direktorin, dass hier der besondere Zweck verfolgt wird, Geschwister zusammenzuführen, die vorher in verschiedenen Heimen untergebracht waren. Im Moment leben 57 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren dort, weit mehr Jungen als Mädchen. Die meisten von ihnen sind gesund.

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aussenansicht


Die Direktorin Maria Anatolewna begrüßte uns. Unsere Übersetzerin Lena war im Dauereinsatz.

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Maria Anatolewna führte uns durch endlose Gänge und Treppen und zeigte uns das Heim.

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Für die Dauer unseres Aufenthaltes  stand uns ein gerade ungenutztes Gruppenquartier mit Schlafsaal, Gruppenraum und einem Bad zur Verfügung. Normalerweise wohnen hier  16 Mädchen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren. Diese Möglichkeit, direkt im Heim zu übernachten, hatten uns andere Heime nicht einräumen können oder wollen. Das war auch ein Grund, genau dieses Heim zu besuchen.

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gruppenraum


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Das war das Bad

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Besonders gewöhnungsbedürftig waren die Toiletten.


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So wohnen also die Kinder.

Die durchschnittliche Wohntemperatur lag bei erfrischenden 16 Grad. Die Kinder schienen es gewohnt zu sein.

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Aber es gab immerhin warmes Wasser, was in Bila Tsekwa eine Besonderheit ist. Denn dort gibt es in den Wohnblocks teilweise nur einmal in der Woche warmes Wasser...

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Diese Hütten stehen zwischen den Hochhäusern.

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Manche Häuser hatten keine Dächer mehr.

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Im Supermarkt gibt es ein vergleichbares Angebot wie in Deutschland. Augenfällig ist, dass hier nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, der aber überdurchschnittlich mit Pelzmänteln versorgt ist, einkaufen geht.

supermarkt

Weiter geht´s zu den Kindern im Heim… Teil 3

Materynka 3.Teil – die Kinder

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — admin @ 04:01

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Die Direktorin stellte uns ihren Plan für unseren Aufenthalt vor und Johanns Freundin Lena übersetzte.

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Es wurde schnell deutlich, das der „Plan“ eine Vorgabe für uns darstellen sollte und Abweichungen vom „Plan“ nicht vorgesehen waren.

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Danach bat sie uns zum Abendbrot, das in einem extra Raum neben dem Speisesaal der Kinder für uns hergerichtet war. Nach dem Plan sollten wir essen und uns im Anschluss daran bis zum nächsten Tag in unserem Raum aufhalten.

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Eine Kontaktaufnahme zu den Heimkindern gestaltete sich also schwieriger als erwartet. Zum Glück ging die Direktorin dann nach Hause und wir baten ein Mädchen uns ihren Gruppenraum zu zeigen. Das Mädchen hieß Julia. Und sie entpuppte sich regelrecht als “Türöffner” bei der Kontaktaufnahme zu den anderen Kindern.

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Im Gruppenraum von Julia lebten Jungen im Alter zwischen 10-12 Jahren und zwei ältere Mädchen Julia und Anaststasia. Die Jungen waren zunächst sehr zurückhaltend.

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Erst als Basti mit einem von ihnen Armdrücken machte, brach das Eis und nun wollte sich jeder mit jedem messen. Im Verlaufe des Abends blieb es dann auch nicht beim Armdrücken.

Da die wenigsten von uns russisch oder ukrainisch sprachen und die Kinder kein Englisch oder eine andere uns vertraute Sprache, waren wir im Umgang mit den Kindern auf körperliche Spiele angewiesen. Spät am abend kam Julia noch zu uns in den Gruppenraum und wir erfuhren auf diese Weise, dass den Kindern gar nicht so recht bewußt war, dass am nächsten Tag Weihnachten wäre.


Am nächsten Tag bekamen wir wieder unser separates Frühstück, obwohl Maria Anatolewna uns eigentlich zugesagt hatte, dass wir die Mahlzeiten immer mit den Kindern einnehmen könnten. Dann sagte uns auch noch Lena ab, die aufgrund einer Erkrankung ihres Bruders und ihrer Mutter nicht zum Dolmetschen zu uns kommen konnte.

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Gott sei Dank erreichte Johann noch zwei andere Freunde: Roman und Ivana, die zumindest fließend Englisch sprachen und sich sofort bereit erklärten zu uns zu kommen. Nach dem „Plan“ sollten die Kinder nun ein kleines Konzert für uns geben, bevor wir die Geschenke überreichen. Was dann auch so geschah.

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auftritt

Der Trikotsatz und die Fußbälle waren ein großer Renner.

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Dann wurden unsere Geschenke verteilt.

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Ob die Kinder ihre Geschenke gut fanden, konnten wir erst gar nicht so recht feststellen, da es dort unüblich ist, ein Geschenk sofort auszupacken. Man wartet bis man allein ist.

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Taschenwärmer kannten sie jedenfalls nicht, wie uns ihre verständnislosen Gesichter zeigten. Später liefen sie dann aber doch gleich in den neuen Pullovern herum oder trugen ihre Spielsachen mit sich.

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Ein Junge gab besonders auf seine neue Taschenlampe acht und wenn er sie aus der Hand legte, bat er einen von uns, auf sie aufzupassen.

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Nach einem sehr gewöhnungsbedürftigen Mittag (kalte gesüßte Linsensuppe mit Mohn u.ä.) fuhren wir mit einigen Kindern in deren Kirche und in einen Park.

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Das Benzin mussten wir aber selbst bezahlen, sonst wäre der Bus nicht verfügbar gewesen.

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Der Spaziergang durch den Park war eine anhaltende Schneeballschlacht.

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Und weil wir einmal nass waren, hängten wir dann gleich noch ein Fußballspiel mit ein paar der Jugendlichen im Tiefschnee dran. Zum Glück lag der Schnee kniehoch. So war die Blamage für uns nicht ganz so groß. Das Trocknen der Sachen war eine langwierige Angelegenheit. Der Elektroheizkörper, der extra für uns herbeigeschafft worden war, hatte das Kabel von der Dicke eines Klingeldrahts überfordert und schon am ersten Abend einen Kurzschluss erzeugt. Wenigstens waren die Fenster überall mit Klebestreifen abgedichtet.


Etwas aufgewärmt besuchten wir dann den uns nun schon bekannten Gruppenraum. Der laufende Fernseher, auf den sich Elias und Salomé stürzten,wurde jedoch sofort nach Anordnung der Erzieherin ausgeschaltet. Stattdessen sollte sich um den “Besuch” gekümmert werden. Diese Anweisung war für die Kinder viel schöner als Fernsehen. Dies, so erklärte uns ein Jugendlicher, sei das Einzige, was sie sonst jeden Tag tun und es langweile ihn.


Während einige Kinder ihre Weihnachtsgeschenke hervorholten,um Anne in Abalone herauszufordern,

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um Basti in Tictactoe zu schlagen

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oder ein Auto aus Legosteinen zu bauen,

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maßen andere ihre Kräfte auf verschiedenste Weise.

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Wir konnten erkennen, dass die Kinder ihre Spielsachen auch miteinander teilten oder untereinander austauschten.

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Essen hätten wir diesmal mit den Kindern können. Die Direktorin hatte sich für die nächsten zwei Tage überraschend verabschiedet. Ein gemeinsames Essen scheiterte aber auch an den unterschiedlichen Essgewohnheiten. Keines der Heimkinder benötigte für eine Mahlzeit je länger als 5 min, die meisten sogar weniger. Aufgrund des anhaltenden Schneefalls entschieden wir einen Tag eher als geplant abzureisen.

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Zum Abschied richteten wir für die Kinder noch ein kleines Fest aus, bei dem wir das Trampolin, das wir ihnen mitgebracht hatten, in unserem Gruppenraum aufbauten.

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Dieses entpuppte sich dann auch als richtig große Freude für die Kinder, die bis zur letztmöglichen Sekunde ausgekostet wurde.

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Auch die Süßigkeiten und Chips verschwanden in Sekundenschnelle in vielerlei Hosentaschen.

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Auch die älteren Kinder hatten inzwischen Kontakt zu uns aufgenommen und unterhielten sich noch bis spät abends mit uns. Auch ohne Dolmetscher gelang uns die Verständigung inzwischen ganz gut. So erfuhren wir auch, dass das Leben im Heim grundsätzlich nicht so schlecht ist, aber sehr eintönig.

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Am nächsten Morgen brachen wir auf, legten aber noch einen kurzen Zwischenstopp in einer evangelischen Kirche ein, die die Verteilung von Hilfsgütern an besonders bedürftige Familien organisiert. Wir wurden mitten im Weihnachtsgottesdienst herzlich aufgenommen. Unser Erscheinen dort wurde wie ein kleines Wunder betrachtet, da der Pfarrer genau in dem Moment über das Geben und Mildtätigkeit gesprochen hatte. Johann erkannte in dem Pfarrer einen alten Bekannten wieder.

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Dann traten wir endgültig die Heimfahrt an, die aufgrund des heftigen Schneefalls einen ganzen Tag länger dauerte und an alle Fahrer größte Anforderungen stellte.

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31. Januar 2010

4. Teil Salomés Reisebericht

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — admin @ 12:36

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ein Bericht unserer jüngsten Mitreisenden (8 Jahre) ……..

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aufsatz-salome-2weiter zum Fazit 5. Teil

5. Teil – Fazit

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — admin @ 05:06

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Folgende Spender haben dieses Projekt unterstützt.

danke

Phillip Max Baum

Fam. Gersdorf

Dorette Gessert

Ingeborg Grauel

Sabine Grauel

Günter Hager

Herbert Hahn

Fam. Heinemann

Fam. Heinrich

Anne Henschen

Gisela Hoffmann

Ulli Hoffmann

Sarah Ihlenfeldt

Danine Kussatz

Frank Raab

Ina Wasilkowski

Wir bedanken uns bei den Spendern auch im Namen der Kinder. Es hat uns ermutigt, ein weiteres Kinderheimprojekt anzugehen.

30. Dezember 2009

Neues von unserem Waisenheimprojekt

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — admin @ 02:37

Leider ist uns ein ukrainisches Hilfsprojekt zuvorgekommen, so dass wir das Heim Gorobynka verworfen haben.

Wir haben jetzt mit einem Heim in Bila Zerkwa Kontakt aufgenommen, dass sich sehr freut, wenn wir kommen.

Es heißt Materinka.

Dort sind derzeit 57 Waisen
Es ist ein ebenfalls ein staatliches Heim, in dem 20 Mädchen, 37Jungen zwischen 6-18 Jahren wohnen. 7 Kinder sind krank oder behindert.

Es werden benötigt

Sachen und Schuhe, Bettwäsche, Hygienemittel, Desinfektionsmittel

Das Heim ist sehr fußballbegeistert. Ihre Jungenmannschaft ist Champion bei der Meisterschaft der Heime vom Oblast Kiew. Wir haben einen Satz Trikots ersteigert, die vorne das Emblem von Spreeradio Berlin drauf haben. In der Ukraine wird es mit dem Empfang sicher schwierig:-)
Die Jungen werde die neuen Trikots, Hosen und Stulpen von Nike sicher Klasse finden.
Leider versteht dort niemand englisch und unser russisch ist schon eingerostet – ohne unsere Dolmetscherin Lena werden wir aufgeschmissen sein.
Ein Junge ist Diabetiker und braucht dringend ein Blutzuckermeßgerät. Das Problem ist, dass es für jedes Gerät spezielle Teststreifen gibt, die relativ teuer sind und die es in der Ukraine nicht gibt.
Der Schneefall schüchtert uns etwas ein – aber vielleicht sind ja bis Sonntag die Straßen wieder frei.

23. Dezember 2009

Das Hilfsprojekt – ukrainisches Kinderheim – Weihnachten

Abgelegt unter: Weihnachten im ukrainischen Kinderheim — Tags: — admin @ 02:37

„Es gibt nichts Gutes außer man tut es.“ (Erich Kästner)

Wir, das sind Ralph, Anne, Beate, ihre Kinder Ricarda, deren Freund Sebastian, Olivia und Severin sowie Beates Neffe Johann wollen zum russischen Weihnachtsfest am 06./07.01.2009 ein ukrainisches Kinderheim besuchen, den Kindern dort Geschenke bringen und mit ihnen das Jolkafest feiern.

Das Heim befindet sich in der Nähe von Bila Zerkwa einer Industriestadt südlich von Kiew, die von der Tschernobylwolke heimgesucht wurde. Daher gibt es viele Kinder mit Knochenmarkserkrankungen etc. Es gibt dort eine Reihe von Kinderheimen zum Teil mit kranken und behinderten Waisen. Wir haben uns für ein Heim im Umland entschieden, weil wir wissen, dass es den Heimen auf dem Land am schlechtesten geht.

Johann hat in Bila Zerkwa ein Jahr verbracht und kennt sich dort bestens aus. Freunde von ihm stehen uns mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Heim

Es heißt: Gorobynka oder Gorobynonka

Es befindet sich in einem kleineren Ort (6000Einwohner): Гребінки Grebenky

und liegt nördlich von Bila Zerkwa und südlich von Kiew

Es ist ein staatliches Heim, in dem 28 Kinder, 17 Mädchen und 11 Jungen zwischen 6-18 Jahren wohnen.

Die Heimleitung benötigt:

Geschirr + Besteck, Waschmittel, Hygienemittel, Früchte, Schreibwaren, Papier, Bettwäsche, Frotté-Handtücher, 2xRegale fürs Bad.
Papier, Waschmittel, Früchte werden wir eher vor Ort besorgen.

Wir wissen, dass auch immer Winterkleidung wegen der strengen Winter dort bitter nötig ist.

Wir werden für jedes Kind ein Geschenk kaufen und Süßigkeiten.
Sofern noch Geld übrig ist, werden wir die allgemeinen Wünsche der Heimleitung erfüllen.

Wir werden mit 3 Autos fahren. Einen Van wollen wir uns im Autohaus leihen.

Wir freuen uns über jede Unterstützung zu diesem Projekt. Hat jemand Erfahrungen gemacht und kann uns Tipps geben, welche Schwierigkeiten uns bei so einem Konvoi z.B. an der deutsch-ukrainischen Grenze erwarten. Gerne nehmen wir Sachspenden und Geldspenden entgegen.
Wir sind erreichbar unter:

TEL: 036601/82070
036601/91650
FAX: 036601/91649

Wir wohnen in Bad Klosterlausnitz. Bei Sachspenden bitte mit uns Kontakt aufnehmen.

Die Kontoverbindung lautet:

Beate Grauel
KontoNr: 1104349
Volksbank Eisenberg
BLZ: 83094494

(Eine Spendenquittung können wir leider nicht ausstellen.)

Wir werden berichten, was uns dort erwartet.

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